Die Lehmener leiern lieber

Messdiener pflegen alten Brauch – Um 4 Uhr morgens geht es los

LEHMEN. Das Leiern ist ein alter Brauch, der in Lehmen in der Karwoche gepflegt wird. Die Lehmener Leier, die in anderen Dörfern auch Ratsche, Räppel, Klapper, Kläpper, Klepper oder Raspel genannt wird, ist ein hölzernes Instrument, mit dem Messdiener am Karfreitag und Karsamstag durch die Straßen ziehen. Sie ersetzen mit ihrem Leiern das Läuten der Kirchenglocken.

Schon um 4 Uhr in der Früh fangen die Lehmener Messdiener an mit ihrem Brauch. Los geht es mit einem Lagerfeuer an der Hubertushöhe. Geleiert wird dann fast den ganzen Tag, morgens, nachmittags und abends. Die Lehmener bedanken sich dafür artig mit Geld, Süßigkeiten und Ostereiern.

Rhein-Zeitung - Ausgabe Koblenz und Region vom 07.04.2010, Seite 23.

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