Lehmen 2015 in der Presse


15.05.15

Bild zum ArtikelLehmen: Bund investiert 11,8 Millionen Euro

Umwelt Bestehende Fischtreppe ist zu klein – Realistischer Termin für den Baubeginn ist im Jahr 2017

Von unserem Redakteur Volker Schmidt

Lehmen. Fischtreppen sollen es Fischen erleichtern, eine Staustufe zu passieren. Allerdings hat sich inzwischen herausgestellt, dass die Fischtreppen, die Ende der 50er-, Anfang der 60er-Jahre an den Moselstaustufen gebaut wurden, zu klein sind und von größeren Fischarten gar nicht durchquert werden können. An der Staustufe in Lehmen soll daher in den nächsten Jahren eine neue Fischtreppe gebaut werden. Kosten: 11,8 Millionen Euro. Diese werden komplett vom Bund getragen. „Es handelt sich dabei um eine Ersatzmaßnahme für die zweite Schleusenkammer“, sagt der stellvertretende Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Koblenz, Tobias Schmidt. Soll heißen: Ein nicht vermeidbarer Eingriff muss rechtlich betrachtet durch Maßnahmen des Naturschutzes ausgeglichen werden. Nach Ansicht des WSA ist der Bau der zweiten Kammer ein solcher nicht vermeidbarer Eingriff.

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15.05.15

Bild zum ArtikelSchleuse macht Moselschifffahrt erst möglich

Ein Blick hinter die Kulissen – Genau so einfache wie geniale Technik

Von unserer Redakteur Volker Schmidt

Dirk Merkert ist einer von sechs Schichtleitern für die Schleuse in Lehmen. Über eine spezielle Software bekommt er angezeigt, welche Schiffe sich nähern.Lehmen. Für Kinder ist die Fahrt mit einem Schiff durch eine Schleuse immer etwas Besonderes: Plötzlich öffnen sich die Tore zur Schleusenkammer. Das Schiff fährt hinein, und dann geht es plötzlich auf- statt vorwärts. Doch wie funktioniert dieser Aufzug für Schiffe eigentlich genau? Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Koblenz gewährte der Rhein-Zeitung an der Staustufe in Lehmen einen Einblick und beantwortete viele Fragen:

Warum gibt es eigentlich Staustufen an der Mosel?

Die Moselschifffahrt, so wie wir sie heute kennen, wäre ohne Staustufen nicht möglich. Nur die Stauung des Wassers garantiert dauerhaft eine für größere Schiffe nötige Wasserhöhe von drei Metern. Doch eine Staustufe hat noch einen weiteren Vorteil. In dem ebenfalls integrierten Kraftwerk wird mithilfe von vier Turbinen aus Wasser Strom gewonnen. Um die Staustufen für Schiffe passierbar zu machen und den Wasserstandsunterschied zu überwinden gibt es eine Schleuse. Neben der Schleuse in Lehmen gibt es an der Mosel noch 27 weitere Schleusen – 16 in Frankreich, zwei in Luxemburg und zehn in Deutschland.

Wie ist eine Schleuse aufgebaut?

Die Schleuse verfügt über zwei verschiedene Tore: zu Tal über ein Stemmtor (links) und zu Berg über ein Hub- und Senktor.Die Schleuse Lehmen verfügt noch über nur eine Schleusenkammer (siehe Zusatztext). Diese ist 170 Meter lang und zwölf Meter breit. An beiden Enden befinden sich Tore – eins zu Berg und eins zu Tal. Bei dem Tor an der Talseite, auf das die aus Richtung Koblenz kommenden Schiffe stoßen, handelt es sich um ein Stemmtor. Die beiden Flügel des Tores öffnen sich zum Inneren der Schleusenkammer. Auf der Bergseite der Schleusenkammer befindet sich ein Hub- und Senktor. Wie der Name schon sagt, kann dieses nach oben oder unten gefahren werden. Die Steuerung erfolgt aus einer an der Kammer befindlichen Betriebsstelle.

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16.03.15

Bild zum ArtikelWürzlaysteig ist wieder frei

Lehmen. Nach mehr als fünf Monaten konnte der Würzlaysteig im Bereich des Schieferbergwerks wieder freigegeben werden. Infolge des schweren Unwetters und der dadurch ausgelösten Hangrutsche wurde die Treppe, die am Gebäude vorbeiführt, weggerissen. Mit der Fertigstellung der neuen Treppe und der Wiederherstellung des Verbindungsweges vom Würzlaysteig nach Moselsürsch entlang des Moselsürscher Baches sind die Arbeiten abgeschlossen.

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16.03.15

Lehmener blicken auf turbulentes Jahr zurück

Empfang Bürgermeister hieß im Pfarrheim viele Einwohner des Moselorts willkommen

Von unserem Mitarbeiter Erwin Siebenborn

Lehmen. Eine Bilanz, ein Ausblick und musikalische Unterhaltung haben den Neujahrsempfang der Gemeinde Lehmen geprägt. Bürgermeister Günter Deis begrüßte im Pfarrheim viele Bürger, die Beigeordneten Anette Breitkreuz und Rosi Hölcker, Werner Merkenich als Vertreter der Verbandsgemeinde, Ortsvorsteher Michael Blechschmidt aus Moselsürsch und zahlreiche Vertreter der Schule, des Kindergartens und der Ortsvereine.

Das Jahr 2014 war auch in Lehmen ereignisreich. Die Kommunalwahl mischte die Karten im Gemeinderat neu. Der Bürgermeister freute sich, dass nach Jahren der Vakanz wieder ein Ortsvorsteher in Moselsürsch gewählt wurde. Ein kontrovers diskutiertes Thema war die Erhebung wiederkehrender Straßenausbaubeiträge für öffentliche Verkehrsanlagen. Die Bürger stimmten in einem Entscheid für die Rückkehr zu sogenannten Einmalbeiträgen (die RZ berichtete).

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16.03.15

Bild zum ArtikelNoch keine Lösung für Schrebergärtner

Streit Den Lehmener Kleingartenbesitzern droht der Abriss ihrer Häuschen – VG-Chef Bruno Seibeld stellt Planentwurf in Aussicht

Von unserem Redakteur Volker Schmidt

Lehmen. Seit Jahren müssen sie um ihre Rückzugsmöglichkeit bangen: die Besitzer der 28 Schrebergärten am Lehmener Moselufer. Der Kreis Mayen-Koblenz muss die in den Gärten stehenden Häuschen und Zäune nämlich abreißen lassen, weil der Bebauungsplan für das Gelände fehlt (die RZ berichtete). Trotz einiger Beteuerungen vonseiten der politischen Verantwortlichen, den Schrebergärtnern bei ihrem Kampf um den Erhalt der Hütten zu helfen, ist bislang nichts passiert.

Hintergrund: 1986 verkaufte die Gemeinde Lehmen die Grundstücke und wies diese im Flächennutzungsplan als Grünfläche und Kleingartengelände aus. Einen Bebauungsplan hatte sie aber nicht aufgestellt. Ein Fehler, von dem die neuen Besitzer nichts ahnten. „Wir hätten doch damals keine 30 Mark pro Quadratmeter dafür bezahlt, wenn wir gewusst hätten, dass wir darauf nichts bauen dürfen“, sagt Wolfgang Siebrand, einer der Betroffenen. Bei einer Überprüfung anlässlich der Planungen zur zweiten Schleusenkammer fiel dieser Fehler dem Wasser- und Schifffahrtsamt auf. Der Kreis ordnete den Abriss an und gewährte eine Schonfrist von fünf Jahren. An dieser Ausgangslage hat sich bis heute nichts geändert, wie der Kreis auf Anfrage bestätigt.

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