Kapellchenfest auf den Lehmerhöfen

Inzwischen ist es schon eine liebgewordene Tradition geworden und längst kein Geheimtipp mehr: Alle zwei Jahre zu Fronleichnam feiern die Bewohner der Lehmerhöfe einen ihrer liebsten Schätze: die Kapelle, die 1895 gebaut wurde und die inzwischen unter Denkmalschutz steht. Gepflegt und erhalten von der Familie Heidger/Klöckner steht sie ziemlich genau in der Mitte der Lehmerhöfe. Und das hat auch symbolische Bedeutung: Sie gehört für die Bürger hier tatsächlich zu ihrer Lebensmitte.
Und das wurde in diesem Jahr auch wieder aufwändig gefeiert.
Begonnen hatte der Morgen mit einer Wortgottesfeier, die von Doris Schmitt (Lehmerhöfe) und Christel Haupt (Moselsürsch) gestaltet und vom Lehmener Kinderchor „Young Singers“ unter der Leitung von Nicole Fuxius begleitet wurde. Thematisch stand das Brot im Zentrum – eben passend zum Fronleichnamstag. Sich zum gemeinsamen Essen einzufinden, das bedeutet mehr, als nur satt zu werden. Das Brot miteinander zu teilen heißt auch, sich auf den anderen einlassen, das Beisammensein genießen, Gemeinschaft erleben. So die Botschaft des Tages.
Der Wortgottesdienst

Und eben diese feierliche Gemeinschaft stellte sich für den Rest des Tages auch ein, als wieder einmal kulinarische Besonderheiten angeboten wurden wie Wildschweingulasch oder auch Brot und Kuchen aus dem Backes der Familie Becker von den Lehmerhöfen.
Ganz besonderen Anklang fand die eigene Bar, die zu leckeren Cocktails einlud, sowohl mit als auch ohne Alkohol.
Natürlich war auch für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt worden: Die „Danzmädcha“ des Sportvereins Untermosel kamen eigens auf die Lehmerhöfe, um ihren allerneusten Tanz zu präsentieren, der Kinderchor „Young Singers“ trat noch einmal auf, das Trio der „Original Moseltaler“ sorgte für Stimmung und auch der Schriftsteller Stefan Gemmel, ebenfalls Bewohner der Lehmerhöfe, überraschte mit einer frechen Kurz-Geschichte, in die er einen Großteil aller Ortsnamen des Landkreises Mayen-Koblenz originell versteckt hatte. Die Gäste konnten etwas gewinnen, wenn sie die Anzahl der Orte herausfanden.
Die Danzmädcha
Ein rundum gelungener Tag, den sich die zahlreichen Gäste wohl öfter wünschen. Denn es wurde nur eine einzige Kritik geäußert. Ein Gast stellte beim Abschied nämlich die Frage: „Könnt ihr das nicht jedes Jahr machen?“